FFH-Gebiete (Flora-, Fauna-, Habitatgebiete)

Schwarzstorch

Im Jahr 1992 wurde von der Europäischen Union die Naturschutzrichtlinie „Natura 2000“ beschlossen. Diese wurde seit dem Jahr 2000 umgesetzt. Die Natura 2000-Gebiete umfassen FFH-Gebiete und Vogelschutzrichtlinien. Seit dem Jahr 2000 gibt es im Gemeindegebiet 4 FFH Gebiete mit einer Gesamtgröße von 344,50 ha die gemeldet wurden. Vogelschutzgebiete sind im Gemeindegebiet Hellenthal nicht vorhanden.

Die 4 FFH-Gebiete im Gemeindegebiet Hellenthal sind:

  • Das Oleftal,
  • das Manscheider Bachtal und Paulushof,
  • das Kyllquellgebiet
  • sowie der Bunker in Wiesen.

Das Oleftal liegt an der nordwestlichen Grenze zu Belgien und umfasst den Ober- und Mittellauf der Olef bis zur Mündung in die Oleftalsperre. Es handelt sich um ein naturnah ausgeprägtes Bachtal mit Erlengaleriewäldern, Hochstaudenfluren sowie Bärwurzwiesen, die eines der letzten großen Vorkommen der Gelben Narzissen in Deutschland aufweisen.

Manscheider Bachtal und Paulushof

Das Manscheider Bachtal und Paulushof erstreckt sich über das weit verzweigte Gewässersystem des Manscheider Baches im Nordosten sowie die hochgelegenen, extensiv genutzten Grünlandflächen im Bereich Hecken und Paulushof. Es ist gekennzeichnet durch artenreiche Mähwiesen und –weiden auf den Hochflächen, naturnahe Fließgewässer mit guter Wasserqualität und ihren bachbegleitenden Erlenauenwäldern sowie teilweise nassen Grünländern in den Tälern. Das Gesamtgebiet bildet einen Schwerpunkt des Lebensraumes der Wildkatze.

Der Bunker in Wiesen besteht aus einem ehemaligen Bunker am Ortsrand von Wiesen. Er ist weitestgehend intakt und dient, eingebettet in einen Fichtenbestand, als Winter- bzw. Zwischenquartier für Fledermäuse. Besonders hervorzuheben ist das Vorkommen des Großen Mausohrs.

Kyllquellgebiet

Zum Kyllquellgebiet zählen die naturnahen, strukturreichen Quellzuflüsse der Kyll mit Wilsam, Miesbach und Rabensiefen im Norden, Ötzelbach und Tiefenbornsiefen im Westen sowie weiteren kleinen Nebenbächen, die sich in weitestgehend abgeschiedener Lage im Losheimer Wald befinden. In den Bachtälern, vor allem an den Hauptbächen Wilsam und Kyll sowie an den Unterläufen der Nebenbäche, findet sich ein Mosaik aus Auenwäldern, Berg-Mähwiesen, Borstgrasrasen und feuchten Hochstaudenfluren sowie eine artenreiche Bachfauna. Die Grünlandflächen, insbesondere an den Hauptläufen, werden zum großen Teil extensiv bewirtschaftet.