Stoffmasken für Hellenthal

100 Helfer-/innen stellen Stoffmasken für alle Bürger-/innen der Gemeinde Hellenthal her. Sie können diese Masken von Montag bis Mittwoch am Rathaus in Hellenthal abholen.

Fast 100 Helferinnen und Helfer aus der Gemeinde und den umliegenden Orten haben in den letzten Tagen ehrenamtlich für die Einwohner der Gemeinde Hellenthal Stoffmasken genäht. Die ersten fertigen Masken sind in den letzten Tagen bereits im Rathaus eingetroffen. Weiter sind viele Bürgerinnen und Bürger dem Aufruf gefolgt, Stoffe zu spenden. Die Resonanz war überwältigend.

Von Montag, den 06.04.2020 bis Mittwoch, den 08.04.2020 können alle Einwohner der Gemeinde Hellenthal sich die Stoffmasken für ihren Eigenbedarf  kostenlos ab 09.30 Uhr am Rathaus in Hellenthal abholen. Am Seiteneingang wurde ein entsprechender „Schalter“ eingerichtet, an dem die Masken für alle in einem Haushalt lebenden Personen zur Verfügung gestellt werden. Bei der Ausgabe ist darauf zu achten, dass die Abstandsregeln eingehalten werden.

Die Idee zu dieser Aktion stammt von Irene Westerburg, der Ehefrau von Bürgermeister Rudolf Westerburg. Beide haben kurzerhand einen Aufruf über Internet und facebook gestartet und dabei eine Hilfswelle ins Leben gerufen. So fanden sich viele Engagierte, die bereit waren, Stoffmasken zu nähen oder Stoffe zur Verfügung zu stellen. Weitere engagierte Personen helfen bei der logistischen Organisation, indem sie z.B. Fahrdienste übernehmen und die Näherinnen mit Stoffen versorgen bzw. fertig genähte Masken abholen.   

Der Bürgermeister erläutert das Projekt seiner Ehefrau wie folgt:

„Seit Tagen wissen wir, dass wir alle durch unser eigenes Verhalten dazu beitragen können, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Viele Fragen zielen immer wieder darauf ab, wie man sich und seine Mitmenschen vor einer Ansteckung schützen kann.

Die augenblickliche Kontaktsperre ist eine ganz entscheidende Hilfe, da das Virus im Wesentlichen durch Tröpfchen von Mensch zu Mensch übertragen wird. Ein Abstand von rd. 2 Metern ist daher möglichst einzuhalten. Häufiges intensives Händewaschen mit Seife oder wenigstens Handdesinfektionsmittel sind neben der sogenannten Husten- und Nieß-Hygiene die besten Maßnahmen.

Damit haben wir aber unsere Mund- und Nasenöffnungen noch nicht vor dem Eindringen von Fremdstoffen geschützt. Hier schützen nur richtige Atemschutzmasken nach gesetzlich vorgegebenen Kriterien. Diese Atemschutzmasken sind derzeit fast überall vergriffen.

Gleichzeitig stellt sich aber auch die Frage, was geschieht mit unserem eigenen Sekret (Spucke, Tröpfchen beim Husten und Nießen)? Auch dies geben wir durch Sprechen, Husten oder Nießen an die Umwelt ab und damit eventuell auch auf andere Personen.

Eine Lösung können selbst genähte Stoffmasken sein. Diese tragen dazu bei, dass möglichst wenige eigene Tröpfchen und Sekrete in die Umgebung gelangen. Diese bieten zwar keinen direkten Schutz vor Viren. Gleichwohl tragen sie dazu bei, möglichst wenig krankheitserregende Viren in die Umgebung abzugeben. Wenn wir alle diese Masken tragen z.B. beim Einkauf, tragen wir im Großen dazu bei, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Aus diesem Grunde wurde von meiner Ehefrau diese Aktion ins Leben gerufen. Dabei möchte ich mich bei allen engagierten Personen, die bereit sind unser Projekt zu unterstützen, recht herzlich bedanken. Bedanken möchten wir uns aber auch bei den Helferinnen und Helfer aus der Verwaltung, die uns bei der Umsetzung des Projekts sehr unterstützen“.