Geschichten aus der Eifeler Heimat

VR-Bank Nordeifel eG präsentiert Walter Hanfs neuestes Werk „Wer hange soll, versüfft net!“

„Wer für den Strick geboren ist, der wird im Wasser nicht umkommen“, schrieb schon Theodor Fontane. In der Eifel wird daraus etwas prägnanter der Spruch: „Wer hange soll, versüfft net!“ So hat Walter Hanf sein neues Buch genannt, in dem er Heimatgeschichten aus dem 18. und 19. Jahrhundert gesammelt hat, die sich im Schleidener Tal zugetragen haben.

„Es ist für uns eine Ehre, dass wir dieses Buch fördern durften“, sagte Mark Heiter, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Nordeifel, in deren Räumlichkeiten in Schleiden das Buch präsentiert wurde.
Der Heimatforscher und Autor Walter Hanf und die VR-Bank Nordeifel haben bereits zum fünften Mal zusammengefunden. „Angefangen hat unsere Zusammenarbeit mit der Chronik von Hollerath im Jahr 1989“, weiß Mark Heiter. Walter Hanfs Bücher sorgten dafür, „dass Historie nicht untergeht“.

Hanf hat in seinem Buch alte Geschichten zusammengetragen: über die Räuberbande von Peter Cremer, über die Ermordung der Kaufleute Wein aus Blumenthal oder über das bewegte Leben des Udenbrether Pastors Servatius Koep – und noch viele mehr.

Vor mehr als 50 Jahren hatte Walter Hanf damit begonnen, Geschichten und Sprichwörter aus der Eifel und über interessante Leute aus der Region zusammenzutragen, beispielsweise in kommunalen oder in kirchlichen Archiven. Etwa die Hälfte dieser Anekdoten hat er, wie er selbst sagt, mittlerweile für die Nachwelt zu Ende recherchiert und veröffentlicht, etwa in den Kreisjahrbüchern. Wichtig ist dem 81-jährigen Hollerather dabei stets die Erkenntnis: „Es muss mir Spaß machen und mehr sein als nur das Forschen und der Ernst des Schreibens.“

18 Geschichten und Geschichtchen – manche sind nur wenige Seiten kurz – hat Hanf für „Wer hange soll, versüfft net!“ zusammengefasst. Angereichert wurde das von Mediengestalterin Sabine Hockertz aus Prüm layoutete Buch mit 80 Bildern. Der Redakteur Bernd Kehren steuerte neun Illustrationen bei. „Die Zusammenarbeit war total klasse, das würde ich gerne wiederholen“, sagte Kehren im Pressegespräch. Auch der Illustrator musste recherchieren, damit seine Zeichnungen der damaligen Zeit entsprechen. Kehren gibt aber zu: „Ein bisschen Fantasie ist auch mit dabei.“

Veröffentlicht hat Walter Hanf das Buch „Wer hange soll, versüfft net!“ im Selbstverlag. Es ist in den Buchhandlungen und Zeitschriftenläden im Schleidener Tal bis nach Kall für 17,90 Euro erhältlich. Die Erstauflage beträgt 600 Exemplare.


schw/Agentur ProfiPress