"ene" setzt weiter auf E-Mobilität

Nach der Errichtung von E-Tankstellen in Kall, Heimbach, Kommern und Schleiden gibt es jetzt auch in Hellenthal in der Nähe des Rathauses und der Tourist-Info die Möglichkeit, vorerst kostenlos sein E-Mobil aufzutanken.

Die ene-Unternehmensgruppe setzt nach wie vor auf E-Mobilität im ländlichen Raum. „Dazu benötigt man fernab der großen Städte schon ein gewisses Maß an Enthusiasmus“, so der Hellenthaler Bürgermeister Rudolf Westerburg, der am Mittwochmorgen gemeinsam mit ene-Geschäftsführer Markus Böhm die nunmehr fünfte Ladesäule für E-Fahrzeuge im Versorgungsgebiet der „ene“ einweihte. Nach der Errichtung von E-Tankstellen in Kall, Heimbach, Kommern und Schleiden gibt es jetzt auch in Hellenthal in der Nähe des Rathauses und der Tourist-Info für jedermann die Möglichkeit, vorerst kostenlos sein E-Mobil aufzutanken.

„Wir haben uns ganz bewusst für diesen zentralen Ort entschieden, da die Gemeinde Hellenthal hier nicht nur Grundstückseigentümer ist, sondern auch bereits Parkplätze vorhanden waren“, so Bürgermeister Westerburg. Gemeinsam mit der „ene“ habe man das ambitionierte Projekt gestemmt. „Dabei hat der Bauhof sämtliche Arbeiten einschließlich der Erstellung des Bodenfundaments erledigt, so dass die Energie Nordeifel anschließend die Ladesäule montieren konnte.“

„Die Zusammenarbeit zwischen uns als Energiedienstleister und der Gemeinde Hellenthal hat sehr gut funktioniert“, freute sich Markus Böhm. Alles sei reibungslos verlaufen. Man habe auch bereits ein weiteres Projekt in Planung, nämlich eine Elektroladestation für E-Bikes. Auch davon hat die „ene“ bereits zwei installiert, nämlich am Rathaus in Bad Münstereifel und am Kyllradweg direkt am Kronenburger See in der Gemeinde Dahlem.

„Die Entwicklungssprünge in der E-Mobilität sind enorm“, berichtete Markus Böhm. Sei zu Beginn vor allem die mangelnde Akkulaufzeit der E-Autos ein heiß diskutiertes Thema gewesen, so erlebe man derzeit, dass sich die Stromspeicherkapazität ähnlich rasant entwickle wie die Datenspeicherkapazität in der Computerindustrie.

„Zudem werden immer mehr Fördermittel für E-Mobilität zur Verfügung gestellt“, so Böhm, der davon überzeugt ist, dass dieser Technik die Zukunft gehört. Aus diesem Grund arbeitet er mit seinem Unternehmen seit Jahren an einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur in seinem Versorgungsgebiet. Dies hat sich auch bei e-mobilisierten Touristen, die vor allem aus den nahen Ballungsräumen kommen, längst herumgesprochen, die die Eifel gerne anfahren, weil man hier nicht nur in der Natur „auftanken“ kann.

Derzeit stellt die „ene“ den Strom, der übrigens zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen stammt, den E-Mobilisten noch kostenlos zur Verfügung. Man benötigt zum Tanken nur eine ID-Karte, die man beim Energieversorger bekommt. Es ist aber auch möglich, mit dem Handy per SMS eine Freischaltung zu erhalten. Auch wenn derzeit im Versorgungsgebiet erst 40 ID-Karten im Umlauf sind und jede der fünf E-Ladestationen im Durchschnitt nur zwei bis drei Ladungen pro Tag verzeichnet, nehmen Akzeptanz und Nachfrage doch langsam aber sicher zu. Bürgermeister Westerburg lobte die „ene“ dafür, dass sie schon heute in eine zukunftsträchtige Technik investiere, ohne derzeit schon einen konkreten wirtschaftlichen Nutzen davon zu haben.

Wilfried Knips, Projektverantwortlich bei der Gemeinde Hellenthal, berichtete ebenfalls von guten Erfahrungen, die er mit dem von der „ene“ geliehenen E-Mobil gemacht habe. Lediglich die Reichweite könnte für seinen Geschmack noch etwas größer sein, da man in einem topografisch anspruchsvollen Gelände wie Hellenthal doch deutlich mehr Strom verbrauche als im Flachland. Allerdings handelt es sich bei dem E-Mobil der „ene“ auch noch um eines der ersten Fahrzeuge dieser Art. Mittlerweile ist eine Reichweite von 200-250 Kilometern schon fast Standard.

„ene“-Projektleiter Harald Brenner berichtete, dass man an den E-Ladesäulen immer zwei E-Mobile gleichzeitig aufladen könne, auch seien die Ladesäulen bei größerem Ansturm irgendwann leicht durch Module zu erweitern. Es sei auch möglich, E-Bikes an den Stationen aufzuladen. „Wir halten dafür eine normale Schuko-Steckdose vorrätig“, so Brenner. Damit könne man zwar auch ein E-Mobil laden, doch mit einem Schnellladekabel sei das Auftanken eines E-Fahrzeugs deutlich komfortabler. Hier stellten die E-Ladesäulen zweimal eine Ladekapazität von bis zu 22-Kilowatt zur Verfügung. Eine solche Schnellladung benötige je nach Fahrzeugtyp und Batteriesystem weniger als eine Stunde.

Text: EifelerPresseAgentur