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Aktuelles

10jähriges Jubiläum der Nordeifel-Tourismus GmbH

Das Netzwerktreffen „NeTWorking“ der Nordeifel-Tourismus GmbH stand in diesem Jahr ganz im Zeichen des 10jährigen Jubiläums der Gesellschaft.

Die Verantwortlichen der NeT haben dazu ihre Gesellschafter und die kooperierenden touristischen Partner am 14. März 2019 in die Orangerie des Burghauses Kronenburg eingeladen.

In seiner Begrüßung blickte Landrat Günter Rosenke in seiner Funktion als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung auf die erreichten Meilensteine in den letzten zehn Jahren zurück. Vorab ging er auf die Gründe für die seinerzeitige Entscheidung ein, die Nordeifel Tourismus GmbH zu gründen. Nachdem die Eifel durch Entwicklungen wie die Gründung des Nationalparks Eifel spürbar an Beliebtheit und Popularität gewann, war es vor nunmehr zehn Jahren an der Zeit, neue touristische Strukturen im Kreis Euskirchen zu schaffen, um sich verstärkt um die Produktentwicklung und die Vermarktung der Teilregion Nordeifel kümmern zu können.  

Ziel war, die Zusammenarbeit im Tourismus auch unter Nutzung von Synergieeffekten zu optimieren. Weiterhin sollten Angebote attraktiviert werden sowie wirtschaftliche Effekte durch Übernachtungs- und Tagesgäste gesteigert werden.

Nach der Gründung mit zunächst sieben Gesellschaftern im Jahr 2009 wurden die ersten Grundlagen im Bereich Marketing und Vertrieb geschaffen wie der Aufbau der Homepage, der Integration des Informations- und Reservierungssystems Deskline 3.0, der Produktion des Gästemagazins sowie der Kooperationsbeginn mit den Touristischen Arbeitsgemeinschaften Rureifel und Monschauer Land als Erlebnisregion Nationalpark Eifel. Als erstes touristisches Produkt wurde eine Kulinarische Wanderung mit drei Gastgebern entwickelt, die in den Folgejahren ihre eigene Erfolgsgeschichte schreiben sollte.

Nach einer Phase der Weiterentwicklung wurde im Rahmen der Tourismusstrategie Eifel die Nordeifel Tourismus GmbH mit zusätzlichen Kompetenzen und Aufgaben. Gleichzeitig wurde die NeT über Dienstleitungsverträge auch für die Gemeinden Blankenheim und Nettersheim tätig. Zudem wirkte die NeT tatkräftig mit dem Beitrag Rad- und Wanderbahnhöfe Nordeifel bei der später erfolgreichen Bewerbung beim Tourismuswettbewerb „Erlebnis.NRW“ und dem Relaunch des Römerkanal-Wanderwegs mit. Seit Beginn des Jahres 2013 betreibt die NeT zudem mit dem Nationalpark-Tor in Gemünd eine eigene Tourist-Information.

Das Wachstum setzte sich fort im Jahr 2014 mit einem umfangreichen Engagement rund um die Landesgartenschau in Zülpich. Bis zum Jahr 2017 erfolgten deutliche Impulse wie die Initiierung der Aktionstage „Zu Gast in der eigenen Heimat“ und „Nordeifel – Kultur bei Nacht“, die Mitwirkung bei der Einführung der GästeCard, die Aufwertung der Wasserburgen-Route sowie einer federführenden Rolle bei der Entwicklung des Projektes „Wanderwelt der Zukunft – EifelSchleifen & EifelSpuren“, das in der Folge wiederum vom Land Nordrhein-Westfalen für eine Förderung ausgewählt worden ist.

Das vielfältige Engagement und die gute, intensive Zusammenarbeit mit den Akteuren in der Region als Voraussetzung führte im Sommer 2017 zum vorläufigen Höhepunkt mit der Auszeichnung der Nordeifel mit einem zweiten Platz beim Bundeswettbewerb 2016 / 2017 „nachhaltige Tourismusdestinationen“. Im Bereich der Beratung von Übernachtungs- und Gastronomiebetrieben reifte das Angebot der gemeinschaftlichen Beratungstage von NeT und der Struktur- und Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen zu einem mittlerweile eifelweiten Vorzeigeprojekt.

Bis Mitte 2017 wurde schließlich mit dem Beitritt der beiden bis dato noch fehlenden Kommunen Bad Münstereifel und Dahlem die NeT auf Kreisebene komplettiert.

Die Geschäftsstelle der NeT übernahm auch weitere neue Zuständigkeiten etwa die Federführung für die Krimitage „Nordeifel Mordeifel“ und die gemeinschaftliche Organisation der „Archäologietour Nordeifel“ mit dem Landschaftsverband Rheinland. Ebenso wurden die Arbeitsplätze der Projektmitarbeiter der „Wanderwelt der Zukunft – EifelSchleifen & EifelSpuren“ und der Tourismuswerkstatt Eifel in Kall angesiedelt.

Landrat Rosenke hob zum Schluss hervor, dass es nun gilt, die Weichen für die Zukunft zu stellen.

Der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Aachen, Michael F. Bayer, ging in seinem Gastvortrag darauf ein, wie sich der Tourismus in den vergangenen zehn Jahren entwickelt hat und wie dieser die Region wirtschaftlich spürbar beeinflusst hat. So erhöhten sich die Übernachtungszahlen im Kreis Euskirchen in Betrieben mit mehr als 10 Betten von 753.923 auf insgesamt 844.175.
Gleichzeitig stieg die Zahl der Gästeankünfte von 235.498 auf 293.531 Mithilfe von Gutachten des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr München (dwif) konnte zudem ermittelt werden, welche weiteren Effekte in diesem Zeitraum vom Tourismus entfaltet wurden. Insgesamt ergibt sich durch Tages- und Übernachtungsgäste ein Bruttoumsatz in Höhe von 378,4 Mio. pro Jahr (2011: 222,9 Mio. , 2014: 262,5 Mio. ). Im Vergleich zu 2011 sind dies Steigerungen durch den Tagestourismus in Höhe von 89 % und im Übernachtungstourismus von 31 %. Die letzte Analyse, die sich auf Werte aus dem Jahr 2017 bezieht, untermauert damit deutlich die Position der Region als Tagesausflugs- und Kurzurlaubsdestination. des dwif aus den Jahren 2011 und 2014 nachvollzogen werden kann.

Michael F. Bayer zeigte sich überzeugt davon, dass die NeT als „Motor der touristischen Entwicklung und als wichtiger Impulsgeber mit ihrem partnerschaftlichen Netzwerk gut aufgestellt ist, um die Herausforderungen wie den Strukturwandel der Betriebe bei stetig anspruchsvoller werdenden Gästen aber auch den Megatrends der heutigen Zeit zu begegnen. An potenzielle Investoren richtete er die Botschaft, dass sich angesichts der eindrucksvollen Zahlen ein Engagement durchaus lohnt.

In seinen anschließenden Ausführungen bedankte sich der stellvertretende Geschäftsführer der NeT, Patrick Schmidder, der die krankheitsbedingt verhinderte Geschäftsführerin Iris Poth vertrat, herzlich bei allen touristischen Partnern für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Da Tourismus einem Mannschaftssport ähnelt, ist eine Tourismusorganisation umso mehr auf die gute Zusammenarbeit mit den Akteuren angewiesen.

Im weiteren Verlauf ging Herr Schmidder auf die großen Zukunftstreiber der heutigen Zeit wie die fortschreitende Digitalisierung, das veränderte Mobilitätsverhalten und die wachsende Urbansierung ein.

Diesen Entwicklungen sind bei den Gästen steigende Ansprüche nach einem zunehmend klimafreundlichen, barrierefreien und authentischen Urlaubserlebnis festzustellen. In seinem Ausblick stellte Herr Schmidder die Planungen für die bevorstehende Saison und die weiteren strategischen Entwicklungsschritte vor.

Dabei ging er näher auf die Fortschreibung des Tourismus- und Marketingkonzeptes für den Zeitraum 2020-2025 ein, um die Nordeifel Tourismus GmbH und die zu verantwortende Region auf die anstehenden Herausforderungen vorzubereiten, sich zu positionieren sowie in die Lage zu versetzen, den gegenwärtigen und zukünftigen Chancen, Problemen und Trends mit einer gut durchdachten Strategie zu begegnen.

In diesem Zusammenhang berichtete er auch über die weiteren Optimierungen bei den touristischen ÖPNV-Linien, dem neuen Wanderwegenetz „EifelSchleifen & EifelSpuren“ sowie den Aktionstag „Zu Gast in der eigenen Heimat“ am 7. April ein. Auch ging er auf Projektvorhaben Dritter wie dem „Römerkanal-Infozentrum“ der Stadt Rheinbach sowie „Trekking Eifel“ und der Initiative „Unterm Sternenzelt – Eifel bei Nacht" des Naturparks Nordeifel ein, an dem die Nordeifel Tourismus GmbH mitwirkt und die die Region touristisch weiter voranbringen werden.

In gewohnter Tradition nutzten die rund 100 Gäste im Anschluss die Gelegenheit zum fachlichen Austausch, pflegten alte Bekanntschaften oder knüpften neue Kontakte. Für einen lockeren Ausklang während des Netzwerktreffens und der gleichzeitigen Geburtstagsfeier sorgte das „Get-together“ bei Eifeler Köstlichkeiten