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19.06.12 12:16 Alter: 1 Jahre

St. Anna Hellenthal bei den Passionsspielen

 

Die Passionsspiele von Wintrich sind für die meisten Chormitglieder vom Kirchenchor St. Anna in Hellenthal ein bekannter Ort.

Nicht von ungefähr haben die Vorstandsmitglieder des Chores diesen Ort für die diesjährige Chorfreizeit ausgesucht. Die Wintricher Passionsspiele haben Tradition seit 1902. Viel veränderte sich in den 110 Jahren: von einfachen Anfängen bis hin zu aufwändigen Inszenierungen mit großer Professionalität. Eines hat der Kirchenchor St. Anna mit den Darstellern von Wintrich gemeinsam: die Leidenschaft und das große Zusammengehörigkeitsgefühl der Mitwirkenden. Die Sängerinnen und Sänger aus Hellenthal haben daher auch die Passionsaufführung in der Pfarrkirche St. Stephanus, von der Leidensgeschichte Jesu bis hin zur Auferstehung, mit Begeisterung wahrgenommen. Es war ein Tag, den kein Chormitglied missen möchte. Dieses war aber erst der Beginn der Chorfreizeit und es sollten in den nächsten Tagen noch weitere abwechslungsreiche Highlights folgen.

Burg Eltz, eine der schönsten und besterhaltenen Burgen Deutschlands war das nächste Ziel der Hellenthaler. Wundervoll romantisch gelegen und eingebettet in eine ursprüngliche Natur, wirkt sie wie ein wahr gewordenes Märchenschloss, einladend und majestätisch zugleich. Die Burgführung war ein muss, um den historischen Querschnitt aus acht Jahrhunderten Kulturgeschichte verstehen zu können. Die Burg gehört übrigens heute noch den Ahnen aus langer Vorzeit. Zum Abschied gab es eine kleine Erfrischung und wem der Fußweg von der Burg zum abseits parkenden Reisebus zu weit war, der konnte seine müden Glieder schonen und den Shuttlebus zum Zielort nutzen.

Aus Leidenschaft zum Wein war das nächste Ziel der Sängerinnen und Sänger ein Ferienweingut im Moselörtchen Brauneberg. Im Weingut wurde natürlich für die Chormitglieder auch eine Weinprobe durchgeführt, bei der neben dem weltbekannten Moselriesling auch Rotweine und Burgundersorten verkostet wurden. Hier lernte der Chor nicht nur die Arbeit des Winzers kennen, sondern auch die verschiedenen Rebsorten und ihre Charaktereigenschaften. Auf der Heimfahrt zur Unterkunft nutzten viele die Möglichkeit, etwas Ruhe für den bevorstehenden Eifelabend zu finden.

Wie bei jedem solcher Abende wurde gesungen und gelacht, gut gegessen und gut vorgetragen. Es gab Gedichte und Geschichten, mehr Heiteres als Ernstes. Jeder der ein „Döneken“ vortrug, bekam riesigen Applaus von der Chorgemeinschaft. Nach schönen Stunden der Gemeinsamkeit ging auch dieser Tag zu Ende.

Wer kennt sie nicht, die Porta Nigra? Für den Chor, der gerade erst in Trier als Besucher eintraf,  war die Porta Nigra der vorteilhafteste Ausgangspunkt für eine Stadterkundung am letzten Freizeittag. Sie ist das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen und stammt aus einer Zeit um ca. 180 nach Christus, als die Römer öffentliche Gebäude gerne aus großen Quadern errichteten. Neben der Porta Nigra gibt es noch viele historische Merkmale in der Stadt zu besichtigen: den Trierer Dom, das Kurfürstliche Palais, die Konstantin-Basilika, das Amphitheater oder die Römerbrücke. Zu einer der Hauptattraktionen Triers zählen ohne Zweifel auch die Kaisertherme, die jüngste der drei römischen Badeanlagen Triers. Betritt der heutige Besucher diese Thermen, gelangt er zunächst in das »caldarium«. Das ankommende kalte Wasser wurde in insgesamt sechs Kesselräumen aufgeheizt, von denen noch vier sichtbar sind. Das jetzt etwa 40 Grad heiße Wasser wurde in die drei halbkreisförmigen Badebecken geleitet, wo es von einer Fußbodenheizung, die auch den übrigen überwölbten Raum heizte, heiß gehalten wurde. Vom Caldarium aus kann man in die unterirdischen Bedienungsgänge hinabsteigen oder zum Kaltbad (Frigidarium) hinübergehen. Dies alles erfuhr der Chor von einem sachkundigen Reiseführer aus Trier. Nach einem gemeinsamen Abschiedsessen im gemütlichen Trierer Ratskeller trat der Kirchenchor nach einem informativen anstrengenden Tag die Heimreise zurück nach Hellenthal an.